Apeldoorn
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Apeldoorn ist eine Stadt in den Niederlanden. Es ist das regionale Zentrum der Veluwe in der Provinz Gelderland. Auf die Fläche bezogen ist Apeldoorn die größte Gemeinde der Niederlande. Im Moment hat die Stadt ungefähr 138.000 Einwohner, die Gemeinde hat 155.393 Einwohner (1. Januar 2007). Durch den Bau der neuen Stadtviertel Zonnehoeve und Zuidbroek wird die Stadt in den nächsten Jahren auf ca. 170.000 Einwohner anwachsen.
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[bearbeiten] Orte
Zum Gemeindegebiet gehören auch Assel, Beekbergen, Beemte-Broekland, Engeland, Groenendaal, Hoenderloo, Hoog Soeren, Hooilanden, Klarenbeek (zum Teil), Lieren, Loenen, Nieuw-Milligen, Oosterhuizen, Radio Kootwijk, Uddel, Ugchelen, Wenum-Wiesel, Woudhuizen und Zilven. Die kursiv gedruckten Orte sind die wichtigsten Dörfer um Apeldoorn.
Apeldoorn ist eine grüne Stadt mit wenigen Hochhäusern und vielen freistehenden Häusern.
[bearbeiten] Lage und Wirtschaft
Apeldoorn liegt an den Autobahnen Zwolle – Arnheim (A 50) und Amsterdam – Hengelo (A 1) – Osnabrück – Berlin, die sich bei Beekbergen kreuzen. Die Stadt hat einen Bahnhof an der Eisenbahnlinie Amsterdam/Utrecht – Deventer – Osnabrück – Berlin. Seit Dezember 2006 hält hier der internationale Zug nach Osnabrück/Hannover/Berlin. Am 10. Dezember 2006 wurden im Osten der Stadt zwei neue Kleinbahnhöfe geöffnet: Apeldoorn-De Maten (an der Linie nach Zutphen) und Apeldoorn-Osseveld an der Linie nach Deventer).
Die zentrale Lage hat viele Dienstleistungsunternehmen, Behörden und Großhandelsbetriebe dazu gebracht, sich in Apeldoorn niederzulassen. Darunter sind eine Versicherungsgesellschaft, das niederländische Katasteramt, ein Heim für jugendliche Straftäter (in Hoenderloo), mehrere Kliniken (auch in Beekbergen), einige Abteilungen der Steuerbehörde, einige Papiergroßhandlungen und einige Wäschereien. Es gibt auch Industrie, u. a. für Metallwaren, Brot und Kuchen, Papier und Maschinen. Unter anderem befindet sich hier die Versandzentrale der Apple Inc. für Mitteleuropa. Auch der Tourismus ist sehr bedeutend. Es gibt mehrere Hotels und Campingplätze in der Gemeinde.
Die Stadt liegt an der deutsch-niederländischen Ferienstraße Oranier-Route.
[bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
Apeldoorn ist bis weit über die Grenzen bekannt für das Schloss Het Loo, wo bis 1962 Mitglieder des niederländischen Königshauses lebten. Das von einem im Barockstil angelegten Park und großen Wäldern umgebene Palais ist jetzt Museum.
Der Nationalpark Hoge Veluwe liegt zwischen Hoenderloo, südwestlich der Stadt, und Ede.
In einem Park westlich der Stadt liegt der Zoo Apenheul, in dem nur Affen leben, die meist in direktem Kontakt zu den Besuchern gehalten werden.
Der Julianatoren („Julianaturm“) ist ein kleiner Freizeitpark.
Im Zentrum Apeldoorns steht ein Museum für moderne Kunst namens CODA (Cultuur Onder Dak Apeldoorn) , wo auch oft Werke von deutschen Künstlern gezeigt werden.
[bearbeiten] Geschichte
Apeldoorn wurde 793 erstmals urkündlich erwähnt. Im Mittelalter wurde an einem Ort mitten im Wald, der jetzt "Het Herenhul" heißt, Recht gesprochen. Ein kleiner Waldweg zwischen Apeldoorn und Beekbergen heißt deshalb immer noch "Richtersweg". Im Jahre 1689 ließ Wilhelm III., Statthalter der Niederlande und König von England das Lustschloss Het Loo bauen. Seitdem haben immer Mitglieder des Hauses Oranien in Apeldoorn gelebt, bis Het Loo nach dem Tode Königin Wilhelminas in ein Museum umfunktioniert wurde. Dieser Umstand, und die schöne Lage, war ab etwa 1850 Grund für viele Haager Staatsbeamte und andere Leute, in Apeldoorn eine Villa oder kleinere Wohnung mit Garten zu erwerben. Dadurch breitete Apeldoorn sich vom Bauerndorf zu einer Villenstadt mit vielen Grünanlagen aus.
Die Anwesenheit von klaren, sauberen Bächen, vor Ort sprengen genannt, förderte schon seit dem 18. Jahrhundert die Papierindustrie und die Wäschereien.
Der Zweite Weltkrieg ließ auch Apeldoorn nicht unberührt. Es war ein Zentrum des Druckes von Widerstandsblättern. Die jüdische psychiatrische Anstalt wurde von den Nazis geräumt und fast alle Bewohner starben in den Konzentrationslagern. Am 17. April 1945 erfolgte die Befreiung.
Nach 1960 entwickelte Apeldoorn sich schnell zum heutigen Wohlstand und Umfang. 1968 wurde die Theologische Universität Apeldoorn gegründet. Die Entscheidung der Regierung, viele Behörden, wie das Steueramt aus dem überfüllten Westen nach kleineren Städten zu verlagern, schaffte in Apeldoorn viele neue Arbeitsplätze und machte Neubau vieler Wohnungen und Viertel, wie "de Maten" notwendig.
[bearbeiten] Links
- Webseite der Gemeinde Apeldoorn
- Webseite der "Apenheul" (nl, de, en)
- Webseite des Museums CODA (nur nl)
- Webseite des Museumseisenbahn Veluwsche Stoomtrein Maatschappij (nl, de, en)
[bearbeiten] Quellen
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Apeldoorn aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

